Die craniosacrale Therapie ist eigentlich ein Teil der Osteopathie. Sie wurde von William Garner Sutherland Anfang des 20. Jhr. entwickelt. In der craniosacralen Therapie finden sich die Prinzipien der Osteopathie wieder.
Diese sind:
*Ausdruck von biologischen Leben ist Bewegung.
*Durch Bewegung entsteht Mobilität der festen und flüssigen Körperbestandteile.
*Durch die Mobilität der flüssigen Bestandteile wie Blut, Liquor (Gehirnwasser), Lymphe und extrazelluläre Flüssigkeit entstehen Stofftransport und Stoffaustausch.
*Alles zusammen führt zur Homöostase dem Gleichgewicht aller Funktionen.
In der craniosacralen Therapie sprechen wir:
- - von der Mobilität der Schädelknochen und Schädelnähten;
- - vom Gleichgewicht der reziproken Spannungsmembran
(Spannungsgleichgewicht der harten Hirnhautstrukturen); - - vom Fliessgleichgewicht des Liquors (Hirnwasser);
- - von der freien Motilität des Gehirns und des Rückenmarks
(einer Art Entwicklungskraft des Gehirns); - - von der Mobilität des Sacrums (Kreuzbeines)
Alle 5 Faktoren stellen sozusagen die äusseren Bedingungen für die Gehirnfunktion dar. Je mobiler das Umfeld des neurologischen Systems ist, desto besser sind Austausch und Stoffwechsel im Gehirn und im Körper.
In unserem neurologischen System werden nicht nur intellektuelle Leistungen erbracht, sondern auch alle physiologischen Körperfunktionen durch das vegetative Nervensystem geregelt. Alle diese Funktionen sind aber auch von unserer psychoemotionalen Stimmung abhängig.
Durch die craniosacrale Therapie wird das System ausgeglichen. Dadurch wird der Adrenalin orientierte Stress abgebaut, die psychemotionale Stimmung entspannt sich, und der Körper beginnt seine parasympathisch orientierte Autoregulation einzusetzen.
Da sich die craniosacrale Therapie den physiologischen Vorgängen widmet, kann sie immer eingesetzt werden.
„Der Körper tendiert immer zur Normalität“
A.T. Still

